Schutz der Mehlschwalben im Kanton Thurgau

In den letzten Jahrzehnten haben die Bestände der Mehlschwalben derart stark abgenommen, dass die Art auf der roten Liste den Status "potentiell gefährdet" trägt. Im Kanton Thurgau ist die Mehlschwalbe inklusive ihrer Nester deshalb seit Januar 2017 neu ganzjährig geschützt. Gemäss der Verordnung des kantonalen Natur- und Heimatschutzgesetzes ist es untersagt, Mehlschwalben zu töten, zu verletzen oder zu fangen sowie ihre Eier oder Nester zu beschädigen, zu zerstören oder zu entfernen.

Es hat sich gezeigt, dass vor allem bei Sanierungen und Renovationen an Häusern Fragen auftauchen. Weil die Mehlschwalben im Frühling brüten und ihre Jungen aufziehen, sind Bauarbeiten an Hausfassaden mit Mehlschwalbennestern nur noch im Zeitraum von Mitte September bis Ende März möglich. Da die Mehlschwalben jedes Jahr an denselben Brutstandort zurückkehren, müssen im Anschluss an die Renovation künstliche Mehlschwalben-Nester als Ersatz montiert werden. Zum Schutz der Hausfassade können Kotbretter im Abstand von ca. 60 bis 70 cm unterhalb der Nester angebracht werden. Der Kanton Thurgau beteiligt sich an den Kosten, die im Zusammenhang mit dem Schutz der Mehlschwalben stehen.

Planen Sie Renovationsarbeiten an einem Gebäude mit Mehlschwalben-Nestern, dann melden Sie sich frühzeitig bei der Abteilung Natur und Landschaft, Herr Rolf Niederer, Tel. 058 345 62 58 oder bei der Bauverwaltung Lengwil, Ciril Schmidiger, Tel. 071 686 30 03.

Bauverwaltung Lengwil

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