Geschichte

Der Weg zur neuen Gemeinde

Viele Jahre brannte das Thema "Einheitsgemeinde" auf der Sparflamme. Nur gelegentlich diskutierte man in Illighausen, Oberhofen-Lengwil und Schönenbaumgarten über die Reorganisation der Munizipale. Die Kommission Kramer schlug vor, die Ortsgemeinde Illighausen mit Dörfern aus dem Kemmental zu verschmelzen, Oberhofen mit Bottighofen zu verheiraten und Schönenbaumgarten mit Altnau zu vereinen. Die totale Zerstückelung wurde jedoch in der Folge von den Betroffenen mehrheitlich abgelehnt. Worauf der Regierungsrat 1981 eine neue Lösung beliebt machen wollte: Bildung einer Einheitsgemeinde Bottighofen, Illighausen und Oberhofen. Schönenbaumgarten sollte mit Scherzingen und Landschlacht eine neue Körperschaft bilden. In Oberhofen war man bereit eine Ehe mit Bottighofen und Illighausen einzugehen, doch wurde das Anliegen mit wenig Elan weiterverfolgt. Schönenbaumgarten war geteilter Meinung, dort wurde man sich auch nicht einig, wie ein Zusammengehen mit Zuben aussehen könnte.

1992 wurde ein Alleingang der Politischen Gemeinde Bottighofen vom Grossen Rat bewilligt, somit war die Orientierung zum See kaum mehr möglich. Es dauerte drei lange Jahre, bis man sich an einer Orientierungsversammlung wieder mit der Problematik befasste. Wobei klar wurde, dass Schönenbaumgarten eher auf einen Zusammenschluss mit den Dörfern der Munizipale tendierte. Aus Sicht der Partner zeigte es sich in einer Konsultativabstimmung, dass man die Gemeinde "hinter dem Wald" nicht im Regen stehen lassen wollte.

1996 stellte der Regierungsrat klar, dass Schönenbaumgarten wegen der geographischen Lage und der vielfältigen Bindungen der Politischen Gemeinde Langrickenbach zugeteilt werde. Gegen den Widerstand der Betroffenen wurde darauf beschlossen, eine Kommission Einheitsgemeinde aus Vertretern von Illighausen und Oberhofen-Lengwil zu bilden. Unter der Leitung von Hermann Zürcher verfolgten die 11 Mitglieder das Ziel, den Start der neuen Gemeinde auf den 1.1.98 vorzubereiten. Am 10. März 97 entschieden sich die Stimmberechtigten der beiden Ortsgemeinden mit deutlichen Mehrheiten für ein Zusammengehen. In Oberhofen erklärte man sich zusätzlich mit der Entlassung des Weilers Ast einverstanden. Die Versammlung der Munizipalgemeinde beschloss später mit knappem Mehr die gleiche Marschrichtung. Anschliessend bewilligte auch der Grosse Rat die Vereinigung. Im August wurde die Gemeindeordnung genehmigt und im September und Oktober fanden die Gemeinderatswahlen statt. Somit stand einem erfolgreichen Start am 1.1.98 nichts mehr im Wege. Was lange währt, wird endlich gut!